Vereinsgeschichte

Wappen des ESV Nürnberg-West FürthDer Verein SG Nürnberg Fürth 1883 e.V. besteht in dieser Form erst seit August 1998. Zugrunde liegt die Verschmelzung der beiden Vereine ESV Nürnberg-West-Fürth e.V. und FSV Gostenhof 1883 e.V. .

Nach jahrelanger lokaler Rivalität (natürlich nur auf sportlicher Basis) standen die genannten Vereine unabhängig voneinander vor Problemen, die unter Umständen sogar das existentielle Aus für einen der beiden Vereine bedeutet hätte.

Im Einzelnen ergaben sich Mitte der Neunziger für die benachbarten Vereine folgende Schwierigkeiten: Der ESV West, in seiner Eigenschaft als Eisenbahnersportverein, pachtete seit jeher das im Besitztum der Deutsche Bahn AG befindliche Sportgelände in der Regelsbacher Straße, welches neben einem 10000 Mann fassenden Stadion einen zweiten Rasenfussballplatz, zwei Fussballhartplätze, einen Handballplatz, eine Tischtennishalle, eine Kegelbahn, einen Swimmingpool sowie einen großzügigen Kabinenkomplex aufweisen konnte. Dazu kamen drei nicht auf dem Gelände gelegene Fussballplätze (zwei in der Lenkersheimer Straße sowie einer auf der ehemaligen Bundeswehrkaserne in der Tillystraße). Auch die Kanuabteilung mit dem Gelände an der Rednitz gehörte zum ESV West. Somit beheimateten "die Wester" das zweitgrößte Sportgelände Nürnbergs nach dem 1. FCN. In finanzielle Turbulenzen geriet man schließlich, als die Deutsche Bahn AG ihre Auflagen immer strenger gestaltete d.h. sie forderte einen gewissen Prozentsatz DB-Angestellte unter den Vereinsmitgliedern. Natürlich war diese Vorgabe nicht zu realisieren, weswegen die Pachtkosten für das großzügige Gelände stetig stiegen.

 


Sommerfest

Sommerfest
ehemaliges Schwimmbecken an der Regelsbacherstr.
ehemaliger Pool
Kegelbahn
Kegelbahn
ehem. Vereinsheim der Kanuabteilung
ehem. Kanuheim
am Buckweg
Kampfbahn West
Kampfbahn West
Beginn der Kanuabteilung 1948 unter der Siebenbogenbrücke
Beginn der Kanuabteilung
1948 Siebenbogenbrücke
Gelände Pulversee der ehem. Schwimmabteilung
Heim am Pulversee 
der ehem. Schwimmgruppe
Bahnhof Unterleinleiter
Bahnhof Unterleinleiter

 

Der FSV Gostenhof seinerseits sah seine Probleme nicht in den Finanzen, sondern vielmehr in den räumlichen Gegebenheiten des von ihm beanspruchten Geländes, das sich mit einem Rasenplatz am Sportheim in der Sigmundstraße mit engem Kabinenkomplex und zwei Rasenplätzen in der Adolf-Braun-Straße als zu knapp bemessen darstellte und somit einem Aufschwung im Weg stand.

Kurz und knapp gesagt hatte der ESV West also den Platz, aber kein Geld, der FSV Gostenhof wiederrum das Geld, aber keinen Platz. Die Funktionäre beider Vereine erkannten diesen günstigen Zusammenhang als möglichen Ausweg aus ihren Miseren, und so wurden innerhalb von ca. 2 Jahren Pläne ausgearbeitet, die die Verschmelzung beider Vereine zur SG Nürnberg Fürth 1883 e.V. ermöglichten, was im Nürnberger Raum ein Novum darstellte. Das Gostenhofer Gelände in der Sigmundstraße wurde verkauft. Mit dem erworbenen Erlös wurde das Eisenbahnergelände in der Regelsbacher Straße aufgekauft und komplett saniert. Ebenso konnte das Domizil der Kanuabteilung endlich aus dem Überschwemmungsbereich auf die Anhöhe der gegenüberliegenden Straßenseite verlegt werden.

Mehr zur Geschichte der Ursprungsvereine ...